Kunstreise nach Marrakesch

Kunstreise nach Marrakesch

Ankunft in Marrakesch

Reise nach Marrakesch der „Freunde und Förderer des Museum Ratingen“

Anfang Oktober unternahm der Verein „Freunde und Förderer des Museum Ratingen“ unter Leitung der Organisatoren und Mitglieder Thomas und Gitta Pokladek eine Kunst- und Kulturreise nach Marrakesch. Die Mitglieder des Vereins hatten den Wunsch, Kunst und Künstler anderer Länder kennen zu lernen. So wurde die Idee geboren, nach Marrakesch in Marokko zu reisen, um dort mit moderner afrikanischer Kunst und Künstlern, die uns hier eher unbekannt, sind in Kontakt zu kommen.

Es fanden sich 14 Teilnehmer zu dieser interessanten Reise zusammen. Anfang Oktober ging es dann nach Marrakesch. Nach drei Stunden Flug erwartete uns am Flughafen unser marokkanischer Reiseleiter, der uns die Woche über begleitete und uns Marrakesch und seine Umgebung näherbringen wollte. Schon am ersten Nachmittag machten wir uns auf den Weg, Marrakesch zu besichtigen. Unser Riad, ein altes Kaufmannshaus mit wunderschönem Innenhof, das heute als Hotel benutzt wird, lag mitten in der Medina, der Altstadt von Marrakesch. Von unserem Riad aus hatten wir es nicht weit bis zur Koutoubia-Moschee, das Wahrzeichen Marrakeschs. Es ist von der Moschee nur einen Steinwurf entfernt zum berühmten Gauklerplatz Djemâa el Fna, den wir erstmal von einem der den Platz umgebenden Terrassen-Cafés von oben besichtigten. Auf dem Platz herrschte schon am Nachmittag ein buntes Durcheinander von Schlangenbeschwörern, Gauklern, Musikern, Geschichten-erzählern und bunten Marktständen. Mit einbrechender Dämmerung verwandelten brodelnde Garküchen den Platz in ein riesiges Straßenrestaurant. Unser Weg zurück führte uns dann durch die engen, geschäftigen Gassen der Medina zu unserem Riad. Dort konnten wir die ersten Eindrücke, abseits des Trubels, in Ruhe verarbeiten.

Für die nächsten Tage standen dann die Besichtigung der Medina mit seinem quirligen Leben und Gerüchen, seinen Händlern und Handwerkern, des Bahia-Palastes mit seinen Gärten, der Koranschule Medersa Ben Youssef, der einst mächtigste Ort der islamischen Welt, die Gärten von Marrakesch, mit dem berühmtem Jardin Majorelle mit seinem Berber Museum, dem neu erbauten, architektonisch besonderen Yves-Saint-Laurent-Museum und dem Le Jardin Secret auf dem Programm. Ganz besondere Höhepunkte waren der Besuch des einige Kilometer außerhalb Marrakeschs gelegene Garten „Anima“ von André Heller, der eine große Ruhe ausstrahlt und alle Sinne anregt, sowie der Safran- und Kräutergarten von Christine Ferrari, einer Schweizerin, bei der wir zum Mittagessen köstlich bewirtet wurden und typische marokkanische Vorspeisen mit edlen Gewürzen und einer Tajin als Hauptgericht genießen konnten. Bei einem Ausflug ins Ourika-Tal zeigte uns dann eine Frauen-Kooperative, wie Arganöl hergestellt wird. Das Atlas-Gebirge mit seinen über 4000 m hohen Bergen ist von Marrakesch aus ca. 60 km entfernt, da war es natürlich ein Muss, einen Ausflug in die einzigartige Gebirgslandschaft zu unternehmen. Auf dem Weg sahen wir die Zerstörungen des Erdbebens vom letzten Jahr. In einer Kashba, unter einem 300 Jahre alten, Schatten spendenden Baum, bekamen wir ein köstliches marokkanisches Mittagessen. Zurück in Marrakesch besuchten wir noch das Maison de la Photographie in der Medina. Hier werden Fotos von den Anfängen der Fotografie, das älteste Foto stammt von 1860, bis in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts vom Leben in Marrakesch und Umgebung gezeigt. Höhepunkte waren ebenso die Besuche des Musée de Palmeraie, wo gegenwärtige Kunst, umgeben von einem herrlichen Garten, gezeigt wird. Ebenso im Museum von Farid Belkahia, einem marokkanischen Künstler, der in Paris und Prag Kunst studiert hat und als Begründer der modernen marokkanischen Kunst gilt. Auch das Musée MACMA für Kunst und Kultur in Marrakesch stand auf unserem Besichtigungsprogramm sowie einige Kunstgalerien. Leider konnten wir das sehenswerte und erst 2016 eröffnete Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst nicht besuchen, da es noch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist.

Marrakesch haben wir als interessante, moderne, weltoffene, freundliche Stadt kennengelernt, gerade mal 3 Flugstunden von Düsseldorf entfernt. Allen Teilnehmern hat die Reise sehr gut gefallen und Alle werden noch lange von den Eindrücken zehren und erzählen.

Ansprechpartner:
Thomas Pokladek

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