Eine Ausstellung zum 50sten Jubiläum der Düsseldorfer Künstlergruppe
Ankündigung in der PRESSE
Zur Ausstellung erscheinen ein Plakat und das Katalogbuch: »Auf dem Weg zur Avantgarde Künstler der Gruppe 53«, herausgegeben und bearbeitet von Marie-Luise Otten mit Beiträgen von Karl-Heinz Hering, Klaus Jürgen-Fischer und Karl Ruhrberg sowie historischen Texten von Pierre Restany, Albert Schulze Vellinghausen und John-Anthony Thwaites. Buchhandelsausgabe Edition Braus, Heidelberg. | |
Öffentliche Führungen im Museum:
Sonderführungen / pädagogische Schulklassenbetreuung nach Vereinbarung. | |
PRESSENOTIZ Gruppe 53 - Künstleravantgarde der Nachkriegszeit, Eine Hommage Die Kunsthistorikerin Dr. Marie-Luise Otten erarbeitet zur Zeit für den Verein der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Ratingen eine Ausstellung zum 50. Gründungsjahr der Düseldorfer Künstlervereinigung Gruppe 53, die vom 14. September bis zum 2. November 2003 in allen Wechselausstellungsräumen des Museums der Stadt Ratingen zu sehen sein wird. Zunächst als Künstlergruppe Niederrhein 53 gegründet, traf mit dem Zugang einer neuen Generation, aus der viele der späteren Avantgarde zuzurechnen sind, in Düsseldorf ein Kreis junger ideenreicher Künstler zu einer auch auf die Zukunft gerichteten Initiative zusammen, die vereint als damals aktuelle Gruppe 53 ihren Platz in der Zeitgeschichte fand. Aus spontan entstandener Gegenwart ist inzwischen lebendig gebliebene Historie geworden, deren Gewicht durch das weitere Wirken maßgebender damals beteiligter Kräfte bis heute zählt. Die Idee, zum fünfzigsten Gründungsjahr der Gruppe 53 hier in Ratingen eine umfassende Ausstellung zu erarbeiten, an die im übrigen in den Düsseldorfer Museen keiner gedacht hat, ist vor dem Hintergrund entstanden, dass sich deren - inzwischen berühmte - Protagonisten auch in diesem Umfeld hier - als Gäste von Peter Brüning beispielsweise - bewegt haben. Für das Bild der deutschen Kunst so bedeutende Künstler wie Peter Brüning, Karl Fred Dahmen, Winfred Gaul, Herbert Götzinger, Gerhard Hoehme, Horst Egon Kalinowski, Herbert Kaufmann, Norbert Kricke, Rolf Sackenheim, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Friedrich Werthmann und Gerhard Wind, aber auch Heinz Mack und Otto Piene sowie Konrad Klapheck wurden Mitglieder oder nahmen als Gäste an den Gruppen-Ausstellungen teil. Alle ausgewählten Künstler oder deren Nachkommen haben inzwischen Ihre Teilnahme zugesagt und Dr. Otten ist dabei, die in Frage kommenden Bilder und Skulpturen in den Ateliers und Nachlässen auszuwählen oder sich bei Museen und Privatsammlungen auszuleihen. Gleichzeitig soll die Künstlerauswahl auf die internationalen Gäste aus Frankreich und Italien ausgeweitet werden. Angedacht ist es auch, einen Bogen zu schlagen von der Ausgangsposition in den 1950er Jahren zu der jeweils weiteren Entwicklung Ende der 1960er Jahre, in der man viele der Künstler der Gruppe 53 als der Avantgarde innerhalb der »Düsseldorfer Kunstszene« angehörig antrifft, die weithin über die Grenzen des Landes hinaus wirksam wurde. In einem Katalogbuch soll die Geschichte der Gruppe 53 und deren Bedeutung für die »Düsseldorfer Kunstszene« und die Kunst nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt und diskutiert werden. Hierzu sollen das Archiv der Gruppe 53 erstmals ausgewertet sowie künstlerische Nachlässe (Brüning, Dahmen, Hoehme, Kricke etc.) herangezogen werden. Im Nachlass von Peter Brüning beispielsweise existiert ein bisher nicht bekannter Text des britischen Kunstkritikers John Anthony Thwaites aus dem Jahre 1959 zur Geschichte der Gruppe 53, der erstmals veröffentlicht werden soll. Außerdem sollen noch lebende Zeitzeugen zu Wort kommen. Von den Künstlern, die alle inzwischen Professoren sind, ist hier gedacht an: Gaul, Klapheck (der auch als Übersetzer fungierte), Kalinowski, Herbert Kaufmann, Mack, Piene, Werthmann u.a.; von den Ausstellungsmachern an den damaligen Direktor des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Dr. Karl-Heinz Hering, und den damaligen Kustos des Kunstmuseums, Prof. Dr. Heinz Peters; von den Kritikern an Prof. Karl Ruhrberg, der in jenen Jahren für das Feuilleton schrieb, an den französischen Kunstkritiker Pierre Restany, der Vorträge hielt und Diskussionen leitete, sowie möglicherweise an Manfred de la Motte, der mit Jean-Pierre Wilhelm ab ‘57 die »Galerie 22« in Düsseldorf inne hatte. Neben dem Katalogbuch sollen zur Ausstellung graphische Editionen, Bücher und Kataloge der Künstler zum Verkauf angeboten werden. | |