Das Prunkgeschirr der Langheimer
Pressemitteilung und Presseartikel zur SCHENKUNG der Freunde und Förderer an das Museum der Stadt Ratingen mit Mitteln der Kulturstiftung der Deutschen Bank
Das Prunkgeschirr der Langheimer - eine Schenkung der Freunde und Förderer an das Museum der Stadt Ratingen mit Mitteln der Kulturstiftung der Deutschen Bank Aus Anlais des 725jährigen Stadtjubiläums und des eigenen 10jährigen Jubiläums wird Herr Bankdirektor Helmut Brenner von der Deutschen Bank in seiner Eigenschaft als Schatzmeister des Vereins der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Ratingen im Rahmen eines Prunkessens mit den Künstlern und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Presse, Verwaltung sowie aus dem Kreis der Vereinsmitglieder dem Bürgermeister der Stadt Ratingen, Herrn Wolfgang Dietrich, einen Scheck in Höhe von 10.000,- Euro (knapp 20.000,- DM) zum endgültigen Erwerb des Prunkgeschirrs der Langheimer für das Museum übergeben. | ||
Die Künstlergemeinschaft der Langheimer (Robert Hartmann, Werner Reuber, Ulrike Zilly), die in den letzten Jahren jeweils eine Einzelausstellung im Museum der Stadt Ratingen hatten, haben in dem Prunkgeschirr ihre erzählerische Ausgelassenheit und ihren bizarren Formenreichtum zur Aufführung gebracht. Das Prunkgeschirr der Langheimer für maximal fünfzig Personen mit seinen jeweils anderen, verblüffend komponierten, erzählerischen Szenen auf den Platztellern, den deftigen, burlesken tafelaufsatzähnlichen Figuren und den zu allerlei Tischgerät umfunktionierten ländlich heiteren Szenerien ist eine Art Gesamtkunstwerk. Diese Tischversammlung aus zweckdienlicher Form und narrativer Gestaltung ist geeignet, bei Betrachter und Benutzer eine heiter ausgelassene Stimmung zu erzeugen und zeigt ein Verständnis von Kunst, das einen größeren öffentlichen Rahmen verdient. Der Wunsch des Museums der Stadt Ratingen, das Prunkgeschirr das in der Tradition des großen Porzellanplastikers Johann Peter Melchior steht, mit Hilfe der Freunde und Förderer zu erwerben, besteht seit einigen Jahren. Zur Verwirklichung des Vorhabens wurden im Rahmen einer Präsentation des Geschirrs bei den letzten drei Ratinger Kulturtagen (1999: Stadthalle; 2000 und 2001. Museum) mit der Aufforderung Prachtvoll tafeln zu einer Spendenaktion aufgerufen, der etliche Politiker, Privatleute und Vereine gefolgt sind. Die Freunde und Förderer haben zunächst 1.000,- DM gespendet, so daß ca. 1505.-DM zusammen kamen. Der Kaufpreis der von den Künstlern selbst aus dem Atelier erworbenen Werke konnte aus dem mühsam zusammengesparten Ankaufsetat des Museums, aus Mitteln des Fördervereins, Spenden aus der Ratinger Bevölkerung, nicht zuletzt aber dank der großzügigen Spende der Kulturstiftung der Deutschen Bank finanziert werden. Dank der Kulturstiftung der Deutschen Bank hat nun die Aktion ihr glückliches und erfolgreiches Ende gefunden, und das Museum und damit die Stadt und die Ratinger Bürgerinnen und Bürger sind um einen bedeutenden, weiteren Schatz innerhalb der Sammlung reicher geworden. Dr. Marie-Luise Otten | ||
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